Liste der Inhaltsstoffe und deren Bedeutung in BETA Reu-Rella Süsswasseralgen

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Substanz, welche für den Stoffwechsel des Menschen lebensnotwendig

ist. Der menschliche Organismus ist selbst nicht in der Lage Vitamine herzustellen. Jedenfalls nicht in

ausreichender Menge und ist deshalb auf die Aufnahme von Vitaminen durch die Nahrung angewiesen. Vitamine werden in kleinen Mengen für Wachstum, Fortpflanzung, Entwicklung, und viele andere Funktionen des Körpers benötigt. Zur Aufnahme der Vitamine A, D und E benötigt der Organismus Fettstoffe, während die

restlichen Vitamine wasserlöslich sind. So genannte essentielle Vitamine können vom menschlichen

Organismus nicht hergestellt werden und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

Eine kurze Beschreibung der 13 Vitamine in BETA Reu-Rella:

Vitamin A

Vitamin A ist eine gemeinsame Bezeichnung für eine größere Gruppe an Retinoiden (chemische Stoffe)

mit großer Bedeutung unter anderem für das Sehvermögen, Haut, Schleimhaut, Wachstum

sowie Fortpflanzung und das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem). Es hat ausgeprägte antioxidative

Wirkungen.



Beta-Karotin

Beta-Karotin ist eine Vorstufe des Vitamin A (sogenanntes Pro Vitamin). Der Körper wandelt die jeweils

benötigte Menge Betakarotin zu Vitamin A bedarfsgerecht um. Betakarotin kann deshalb nicht überdosiert werden. Ein hoher Anteil an Betakarotin in der täglichen Nahrung stellt einen ganz bedeutsamen Schutz gegen

Krebs, aber auch andere Krankheiten dar, dies kann unter anderem auf die antioxidative Wirkung

durch Betakarotin zurückgeführt werden. Durch die gesteigerte Aufnahme von Betakarotin ist auch

ein frischer und schöner "goldbrauner" Teint erreichbar.

Vitamin B1 - (Thiamin)

Thiamin ist ein Coenzym (Hilfsenzym) vieler Stoffwechselreaktionen, die Kohlenhydrate unter

Energieentwicklung umsetzten. Diese energiespendende Stoffwechselreaktion ist besonders in der

Leber und dem Nervensystem von signifikanter Bedeutung. Thiamin findet unter anderem auch in der Substitution von Mangelerscheinungen bei erhöhtem Alkoholkonsum erfolgreich Anwendung.

Vitamin B2 - (Riboflavin)

Riboflavin ist wichtig für Haut und Augen. Es ist von entscheidender Bedeutung bei der

Energieproduktion bzw. Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Fett. Die jenigen, die viel Sport treiben

oder erhöhtem psychischen und/oder körperlichen Stress ausgesetzt sind, verbrauchen größere Mengen

an Riboflavin. Frauen in der Schwangerschaft haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Riboflavin.

Vitamin B3 - (Niacin)

Niacin ist eine Bezeichnung für Nicotinsäure und Nicotinamid. Niacin ist an der Verbrennung von

Traubenzucker in der Körperzelle beteiligt, das heißt Niacin ist unmittelbarer Bestandteil des Zellsystemes,

das zur Energiegewinnung gebraucht wird. Ein Mangel an Niacin erzeugt Pellagra, das heißt eine typische

Vitamin B3-Mangelerkrankung mit Magen-, Darm-, Haut- und Nervensymptomen.

Vitamin B5 - (Pantothensäure)

Pantothensäure hat eine große Bedeutung für viele Stoffwechselreaktionen, besonders in den

Nebennieren. Es hilft Stresssituationen besser zu meistern und wirkt entzündungshemmend. Es

unterstützt eine gesunde Herztätigkeit und ist wichtig für eine gute Konzentrationsleitung des Gehirns.

Ein Mangel an Pantothensäure kann sich in folgenden Symptomen äußern: frühes Ergrauen der

Haare, kleine Hautreizungen in Mund- und Augenwinkeln, Sehbeschwerden, erhöhte Reizbarkeit,

Darmverstopfung und Konzentrationsschwäche.

Vitamin B6 - (Pyridoxin)

Dieses Vitamin umfasst drei verschiedene Stoffe, die chemisch und funktionell sehr verwandt sind. Sie

werden Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin genannt. Alle Formen sind wahrscheinlich gleichwertig

biologisch aktiv. Das Vitamin befindet sich u.a. in Enzymen, die im Eiweißstoffwechsel von großer

Bedeutung sind. So liefert Pyridoxin in der Leber diejenigen Enzyme, welche die Aminosäuren weiter

verwerten. Hier werden bei Stress die sogenannten biogenen Amine aus Eiweißbausteinen hergestellt.

Dabei handelt es sich um sehr aktive Eiweißstoffe, die insbesondere für den Nervenstoffwechsel von

enormer Bedeutung sind. Was generell für alle B-Vitamine gilt, gilt für Pyridoxin in besonderem Maße:

Alle B-Vitamine sollten in ihrer von der Natur gegebenen Kombination aufgenommen werden, das heißt die

Aufnahme isolierter B-Vitamine führt häufig zu einem Wirkungsverlust dieses Vitamins.

Vitamin H (Biotin)

Biotin hat mehrere Funktionen im körperlichen Stoffwechsel unter anderem für Haut, Muskeln und Gelenke,

sowie die Gemütsverfassung. Biotin ist für die Energieversorgung der Nerven wichtig, weil es den

Blutzuckerspiegel anhebt. Biotin ist das Vitamin des Muskels, weil es die Aminosäuren Valin, Leucin

und Isoleucin, die im Muskel in hohen Konzentrationen vorkommen, aktiviert.

Vitamin Bc (Folsäure)

Folsäure hat wichtige Funktionen in der Zellteilung. Die Funktion der Folsäure ist an Vitamin B12

gekoppelt und die Mangelsymptome ähneln einander sehr. Es ist für eine gesunde

Embryonalentwicklung von großer Bedeutung, so dass es Schwangeren empfohlen wird. Fehlt

Folsäure, kann es zu physischen und psychischen Störungen kommen. Es ist im Knochenmark an der

Blutbildung beteiligt.

Vitamin "B10" (Paraaminobenzoesäure)

Paraaminobenzoesäure (PABA) ist ein wichtiger Bestandteil der Darmflora und hält sie gesund. Es ist

eine Art Vitamin im Vitamin und tritt nahezu ausschließlich in Kombination mit Folsäure auf. Es ist für

eine glatte, gesunde Haut und volles farbkräftiges Haar von großer Bedeutung.

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12 ist von großer Bedeutung für die Bildung der roten Blutkörperchen. Ein Mangel an diesem

Vitamin erzeugt unter anderem Blutarmut (perniziöse Anämie) und negative Symptome des Nervensystems (gestörtes Gleichgewicht und Tastgefühl). Die Aufnahme ist von einer normalen Enzymproduktion im Magen

abhängig.

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin C ist ein wichtiger Bestandteil vieler Stoffwechselreaktionen in der Zelle. Es hat eine große

Bedeutung für die normale Gewebsregeneration und für die Immunabwehr. Das Vitamin ist ein

wichtiger antioxidanter Stoff. Folgende Symptome können auf einen beginnenden Vitamin C-Mangel

hindeuten: größere Neigung zu Erkältung, vermehrte Schleimhautentzündungen, Müdigkeit,

Konzentrationsmangel, Schlafstörung, Zahnfleischbluten und Venenschwäche.

Vitamin E (a-Tocopherol)

Vitamin E wirkt als Antioxidans: es schützt die Zellmembran und die darin enthaltenden Fettstoffe

gegen den Angriff von freien Radikalen (einem sehr schädlichen Oxydationsprozess). In größeren

Mengen verbessert es die Zuckeraufnahme in den Zellen. Zudem schützt es Vitamin A vor Zerstörung.

Es hat einen günstigen Einfluss auf die Durchblutung, da es positiv auf die Blutgerinnung wirkt und der

Verklumpung (Thrombosebildung) im Blut vorbeugt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein

Mangel an Vitamin E beim Mann zu ungenügender Spermienproduktion und damit zur Unfruchtbarkeit

führen kann.

Inositol

Inositol ist ein potentiell lebensnotwendiger Stoff, der als Botenstoff in den Zellen wirkt. Inositol

reguliert das Zusammenspiel von Kupfer und Zink in unseren Gehirnzellen. Augenbeschwerden,

Kreislaufstörungen, Schlafstörungen und Nervenschwäche können die ersten Mangelsymptome sein.

 

Mineralien

In der Natur kommen über 90 Grundstoffe vor, von denen ca. 50 in den Säugetieren selbst nachgewiesen

werden konnten. Für ungefähr 20 Mineralstoffe ist im menschliche Organismus die Wirkung bekannt.

Die sieben wichtigsten Mineralstoffe in BETA Reu-Rella.

Kalzium

Kalzium ist unter anderem notwendig für die Bildung von Knochen und Zähnen. Die Knochen enthalten fast das

gesamte Kalzium des Organismus. Der kleine Rest im Blut hat jedoch auch große Bedeutung für die

Nerven und Muskelfunktionen, sowie die Fähigkeit zur Blutgerinnung.

Phosphor

Phosphor ist wie Kalzium ein lebensnotwendiger Stoff und vorwiegend in den Knochen. Es ist auch

Bestandteil vieler Enzyme unter anderem auch als energiereiche Verbindung am Freisetzen und Wiederaufbau

von Zellenergie (ADP, ATP) beteiligt.

Jod

Jod ist unter anderem als lebensnotwendiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone bekannt.

Magnesium

Magnesium ist an der Wirkung von rund 300 Enzymen beteiligt. Es wird in zunehmendem Maße bei

Herzkrankheiten eingesetzt. Es hat eine ausgesprochen große Bedeutung unter anderem für die gesunde

Funktion der Muskeln, Nerven, Knochen und des Bindegewebes.

Eisen

Die wichtigste Funktion des Eisens ist der Sauerstofftransport im Blut und den Muskeln. Da es ein Teil

des Hämoglobins (des roten Blutfarbstoffes) ist, verlieren Frauen Eisen mit dem Menstruationsblut und haben

unter anderem gerade deshalb einen größeren Bedarf an Eisen als Männer.

Zink

Zink ist ein lebensnotwendiges Mineral das in über 200 Enzymen gefunden worden ist. Zink ist

notwendig für die Umsetzung von Vitamin A und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es hat große

Bedeutung für Nägel, Haut, Schleimhaut, Bauchspeicheldrüse und viele andere Organe.

Kupfer

Kupfer hat in den letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit erhalten. Es ist Bestandteil des

Hämoglobins und des körpereigenen Antioxidationssystems.

Aminosäuren

Die einzelnen Proteine sind aus kleinen Bausteinen, den sogenannten Aminosäuren, aufgebaut. Man geht normalerweise von 22 Aminosäuren aus, obwohl es mehr aminosäureähnliche Strukturen gibt, die sich

jedoch nicht in einer Proteinstruktur wiederfinden.

Acht Aminosäuren werden als lebensnotwendig (essentiel) angesehen und zwei als teilweise

lebensnotwendig (semiessentiell).

Essentielle Aminosäuren müssen mit der Nahrung zugeführt werden und können vom Körper nicht

selbst hergestellt werden. Es gilt als sicher, dass diese Aminosäuren nur von Pflanzen und Algen in

genügendem Maße für den eigenen Verbrauch gebildet werden können. Tiere und der Mensch haben

in bestem Falle nur eine bescheidende Aminosäurenproduktion. Die nicht essentiellen Aminosäuren

kann der Körper selber aus stickstoffhaltigen einfachen Substanzen bilden oder aus anderen

Aminosäuren. Ein Protein besteht aus Aminosäuren, die wie Perlen an einer Schnur aufgereiht und

verbunden vorliegen. Proteine unterscheiden sich voneinander durch den Gehalt an Aminosäuren und

ihrer Sequenz.

Wenn dem Körper Proteine durch die Nahrung zugeführt werden, kommt es durch enzymatische

Spaltung im Magen-Darm-Trakt zur Aufspaltung in Aminosäuren. Nur Aminosäuren können vom

Organismus aufgenommen werden. Anschließend werden vom Körper wieder neue Proteine mit

bedarfsgerechter Zusammensetzung herstellt. Fehlen dem Organismus ein oder mehrere

Aminosäuren, wird die Proteinbildung geschwächt oder kommt sogar zum Stillstand. Zu hohe Einnahme von

Proteinen hat jedoch auch ungünstige Folgen. Dies gilt jedoch nur für tierisches Protein aus Fleisch

von Säugetieren. Der Proteinaufbau ist insbesondere abhängig von Vitamin C, Thiamin (Vitamin B1),

Niacin (Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6), Cobalamin (Vitamin B12), Folsäure, Eisen und

Magnesium.

Im Folgenden werden die wichtigsten der bekannten Eigenschaften der 19 einzelnen Aminosäuren in

BETA Reu-Rella beschrieben.

Lysin (Lys)

ist eine lebensnotwendige (essentielle) Aminosäure. Sie befindet sich in Gewebefasern und in

elastischen Fasern, sowie in Hormonen. Lysin hat Bedeutung für den Fettstoffwechsel und die

Energieproduktion in den Energiezentren der Zellen (Mitochondrien) über das Carnitin. Die Bildung

von Lysin ist von Vitamin C, Niacin, Pyridoxin und Eisen abhängig. Mangel an Lysin führt zu einer

herabgesetzten Immunabwehr, Blutarmut, schlechtem Appetit und Gewichtsverlust. Lysin hat

möglicherweise Wirkungen gegen Herpesvirusinfektionen.

Histidin (His)

ist teilweise lebensnotwendig (semiessentiell). Es setzt Wachstumshormone frei und ist deshalb

notwendig für das normale Wachstum bei Kindern und Erwachsene, sowie bei physiologischem Stress.

Es bildet Histamin. Es transportiert Kupfer und reguliert den Tagesrhythmus des Menschen. Mangel

an Histidin hat eine herabgesetzte körpereigene Abwehr zu Folge.

Arginin (Arg)

wird als teilweise lebensnotwendig gewertet, da es für das normale Wachstum der Kinder notwendig

ist. Ein erhöhter Bedarf entsteht schon bei physiologischem Stress. Es setzt Wachstumshormone frei

und stimuliert die Mobilisation von Insulin (senkt den Blutzuckerspiegel). Das Wachstumshormon stimuliert

unter anderem das Immunsystem, es fördert die Wundheilung, die Leberregeneration und schützt das

Nervensystem. Es ist ein Teil des antidiuretischen Hormons (ADH), das die Harnausscheidung der

Nieren reguliert und somit auch den Blutdruck. Durch Zitrullin (siehe Ornithin) entstehen Stickstoffoxide

(NO) in den Lymphozyten und Makrophagen; Stickoxide (NO) sind für ihre Fähigkeit Mikroorganismen

zu vernichten bedeutsam. NO wird auch in der glatten Muskulatur gebildet und bewirkt hier eine

Entspannung mit verbesserter Durchblutung.

Asparagin (Asn)

wird u.a. für den Transport von Ammoniak (NH3) verwendet, aus Aspartat gebildet und erzeugt selbst

wiederum auch Aspartat. Gesunde Zellen bilden Arginin. Krebszellen dagegen sind hierzu nicht in der

Lage. Dies wird für die Krebsbehandlung genutzt. Arginin findet sich in Proteinen und ist wichtig für

eine korrekte Identifikation der Zellen durch weiße Blutkörperchen. Die Bildung von Asparagin ist von

Magnesium abhängig.

Aspartat (Asp)

fungiert als Transmitter bei aktivierenden Impulsen im Nervensystem. Asparat ist u.a. im

schmerzverarbeitenden System im zentralen Teil des Gehirns vorhanden. Wichtig für den

Zellstoffwechsel. Die zelluläre Konzentration steigt mit dem Alter. Aspartat wird natürlicherweise von

Bakterien verwendet, um ihre eigene Fähigkeit sich im Körper zu bewegen zu verbessern.

Threonin (Thr)

Threonin ist eine lebensnotwendige (essentielle) Aminosäure. Sie erhöht die Zuckerfreisetzung im Blut durch

das Hormon Glucagon. Threonin ist am Aufbau der Zellwand und der Zellkanäle, wie unter Serin

beschrieben, beteiligt. Es transportiert Kupfer in die Zelle. Threonin wird sehr langsam vom Darm

aufgenommen, weswegen es oft bei Magen-Darm-Beschwerden, die zu schlechter Verdauung führen,

verloren geht. Zusammen mit Asparagin, Hydroxylysin, Hydroxyprolir und Serinist ist Threonin wichtig für

die Immunabwehr.

Serin (Ser)

erhöht die Zuckerfreisetzung durch das Hormon Glucagon. Es ist in Fettstoffen der Zellwände

vorhanden und hat eine wesentliche Bedeutung für die Zellregulation. Man findet es in den

Zellkanälen, die für die innere und äußere Kommunikation der Zelle große Bedeutung haben. Serin

befindet sich in der Zellwand und hat hier Bedeutung für die Kommunikation zwischen den Zellen,

indem es Kernproteine durch die Zellwand transportiert. Möglicherweise ist Serin an der

Nervenzellregeneration beteiligt. Serin ist aktiv an der Aufspaltung von Proteinen im Magen-

Darmsystem als Teil der Enzyme Trypsin, Chymotrypsin und Pepsin beteiligt. Gleiches gilt für die

Aktivität der weißen Blutkörpercher (Immunabwehr).

Glutamat / Glutaminsäure (Glu)

wirkt als aktivierender Impulsträger im Nervensystem. Glutamat und Glutaminsäure bilden mit Pyridoxin Gamma-Amino-Buttersäure (GABA), das ein Nervenleitungshemmer ist (beruhigend wirkt). Mangel an Pyridoxin führt zu Mangel an GABA. Dies beeinträchtigt die mentale Gesundheit. Glutaminsäure trägt zur

Gedächtnisbildung bei. Sie verarbeitet Schmerzimpulse zentral im Gehirn und leitet Hörimpulse vom

inneren Ohr zum Gehirn und nimmt auch Teil an der Bildung von Folsäure. GLU transportiert Stickstoff und

bei Sauerstoffmangel im Gewerbe strömt Glutaminsäure aus der Zelle heraus und wirkt störend auf

die Nervenzelle. Glutaminsäure wird unter anderem mit Muskelgewebe gebildet. Eine Schwächung der Muskeln

kann eine herabgesetzte Produktion bedeuten. Da Glutaminsäure an der chemischen Abwehr der

Makrophagen beteiligt ist, ist es vorstellbar, dass die Immunabwehr bei Muskelschwächung

herabgesetzt wird. Mononatriumglutamat (auch bekannt als Geschmacksverstärker, welcher Heißhunger verursacht) kann, wenn Glutamat nicht laufend ausgeschieden wird Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschwäche hervorrufen.

Prolin (Pro)

ist reichhaltig in elastischen Fasern zusammen mit Glycin und Valin enthalten. Diese drei zusammen

geben den Fasern eine gummiartige Struktur. Sie erhöhen die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen

sich zu bewegen, das heißt Polin stärkt die Immunabwehr. Prolin ist immer ein wesentliches Element in Gewebefasern.

Glycin (Gly)

stimuliert die Zuckerfreisetzung durch das Hormon Glucagon und hemmt die Impulsleitung im

Nervensystem im Rückenmark und Hirnstamm. Es befindet sich reichhaltig in Knochen, Knorpel, Haut

und Sehnen, und in Hämoglobin (dem roten Blutfarbstoff). Glycin reduziert Reizungen des Magen und bildet

Kreatin.

Alanin (Ala)

stimuliert das Hormon Glucagon und transportiert Zucker von der Leber in die Muskelzellen.

Blockierungen dieses Transportes führen zu Müdigkeit. Alanin ist an der Fettmobilisierung beteiligt. Es

ist vornehmlich in elastischen Fasern vorhanden. Seine Bildung ist von Pyridoxin abhängig.

Cystin (Csn)

wird aus Cystein gebildet und bildet es wiederum aus sich selbst.

Cystein (Cys)

ist eine schwefelhaltige Aminosäure und im Stoffwechsel weit verbreitet. Es wird aus Methionin

gebildet. Cystein ist ein Vorstadium zu Taurin und so von Bedeutung für den Umsatz von

körperfremden Stoffen wie z.B. Umweltgiften, sowie für die Stabilisierung der Zellwand und für die

Fähigkeit der weißen Blutkörperchen fremde Organismen und verbrauchte Zellen zu eliminieren.

Cystein ist in elastischen Fasern vorhanden. Es ist an der Fettaufnahme als ein Teil der Gallensäure

beteiligt. Ein Mangel bewirkt eine gehemmte Immunabwehr gegenüber gewebsfremden Stoffen,

allergieähnliche chemische Sensitivität und einen erniedrigten Blutzucker, indem Cystein Insulin

abbauen kann.

Valin (Val)

ist eine lebensnotwendige Aminosäure. Sie bildet einen Komplex mit Glycin, Isoleucin Leucin und Prolin.

Valin hemmt den Muskelabbau. Valin wird in Bindegewebe und elastischem Gewebe

gefunden und fördert die Wundheilung. Menschen mit schlechter Funktion der Bauchspeicheldrüse

und Lebensmittelallergie haben oft Mängel an Isoleucin, Valin und Leucin.

Methionin

ist eine schwefelhaltige lebensnotwendige Aminosäure. Sie wird von Sauerstoff zerstört. Methionin

kann aus Homocystein hergestellt werden, welches es wiederum selber erzeugt mit Hilfe von Serin,

Histidin, Folinsäure und Vitamin 1312. Methionin ist an der Erzeugung von unzähligen Stoffen z.B.

Cystein und Phosphatidylcholin beteiligt. Letzterer Stoff ist von Bedeutung für die Stabilität der

Zellwand, insbesondere der Nervenzellwand. Der Methioninmetabolismus ist sehr häufig gestört.

Methionin unterstützt die Fähigkeit des Körpers Umweltbelastungen zu verkraften, sowie Serotonin,

Melantonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin zu bilden. Dadurch hat Methionin Bedeutung für

Schlaf, Schlafrhythmus, gute Laune, Schmerzempfindung, frische Hautfarbe, gute

Bewegungskontrolle und Koordination, Nervenimpulsüberleitung vom autonomen Teil des

Nervensystems (Sympathicus, Parasympathicus) und für eine stabile mentale Funktion. Methionin

stimuliert die Bildung von ACTH, ein nebennierenstimulierendes Hormon. Die Methioninkonzentration

in der Spinalflüssigkeit (Rückenmarks-) bei Männern ist größer als bei Frauen und relativ gering bei

älteren dementen Menschen. Ein Mangel an Methionin führt zur Herabsetzung der Immunabwehr

gegenüber gewebsfremden Stoffen und kann Kopfschmerzen, müde Augen, Muskelschwäche und

einen milden Schmerz, sowie eine chronische chemische Sensitivität und ein chronisches

Müdigkeitssyndrom erzeugen. Ein schwerer Mangel kann zu Kreislaufproblemen, Arterienverkalkung

und Osteoporose führen.

Isoleucin (Ile)

ist eine lebensnotwendige Aminosäure, sie befindet sich im Hormon Oxytocin, das wiederum eine

Rolle bei der Ingangsetzung der Geburt (Wehen) und der Milchproduktion spielt. Die Bildung von

Oxytocin wird durch psychischen Stress gehemmt. Siehe auch Valin.

Leucin (Leu)

ist eine lebensnotwendige Aminosäure. Sie stimuliert die Insulinmobilisation (senkt den Blutzucker).

Sie fördert die Wundheilung. Siehe auch Valin.

Tyrosin (Tyr)

wird aus Phenylalanin in der Leber gebildet. Tyrosin kann den Bedarf an Phenylalanin bis 70%

ersetzen. Tyrosin ist ein Vorstadium für Dopa, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Tyroxin (Hormom

des Schilddrüsenstoffwechsels), sowie des Nervenzellwachstumsfaktors und ist von Bedeutung für die

Pigmentierung der Haut. Tyrosin ist in den Zellkanälen und Teil des Laminins. Laminin ist ein Protein,

das die Innerseite der Nervenstützzellen trägt. Bei Nervenbeschädigung ist Laminin der Wegweiser für

die Nervenzelle in der leeren Nervenscheide. Laminin hemmt experimentell die Metastasenbildung von

Tumoren, indem es die Zellverbindung stabilisiert. Tyrosin ist in freier Form potentiell giftig für die

Nervenzelle. Ein Mangel an Tyrosin kann zu Apathie, Gleichgültigkeit, Depression, niedrigem

Blutdruck, Müdigkeit, Gewichtsabnahme und erniedrigter Körpertemperatur als Zeichen

herabgesetzen Schilddrüsenfunktion führen. Außerdem kann es Unruhe in den Beinen bewirken. Der

Umsatz und die Bildung von Tyrosin ist abhängig u.a. von Phenylalanin, der Proteinzufuhr, Eisen,

Magnesium, Insulin, Niacin, Folsäure und Vitamin C.

Phenylalanin (Phe)

ist eine lebensnotwendige Aminosäure. Da Phenylalanin Tyrosin bildet gilt das für Tyrosin genannte

auch hier. Ein Mangel an Phenylalanin in der Erbmasse führt zu zystischer Fibrose mit Versagen der

Bauchspeicheldrüse.

Ornitin (Orn)

und Zitrullin sind "flüchtige" Aminosäuren. Das heißt, dass sie nicht in den Proteinen vorkommen,

sondern nur als Zwischenprodukte in der Umsetzung von anderen Aminosäuren auftreten.

Tryptophan (Trp)

Tryptophan ist eine lebensnotwendige Aminosäure. Sie wird in der Behandlung von Schlafstörungen

verwendet und hat bei bestimmten Schmerzsyndromen eine positive Wirkung. Pyrodoxin und Vitamin

C sind wichtige Stoffe zur Verarbeitung von Tryptophan. Ein Mangel an Tryptophan führt unter

anderem zur Schwächung des Immunsystems, Schlafstörungen und Schmerzen.

 

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