Liste der
Inhaltsstoffe und deren Bedeutung in BETA Reu-Rella Süsswasseralgen
Vitamine
Ein Vitamin
ist eine organische Substanz, welche für den Stoffwechsel des Menschen
lebensnotwendig
ist. Der
menschliche Organismus ist selbst nicht in der Lage Vitamine herzustellen.
Jedenfalls nicht in
ausreichender
Menge und ist deshalb auf die Aufnahme von Vitaminen durch die Nahrung
angewiesen. Vitamine werden in kleinen Mengen für Wachstum, Fortpflanzung,
Entwicklung, und viele andere Funktionen des Körpers benötigt. Zur Aufnahme der
Vitamine A, D und E benötigt der Organismus Fettstoffe, während die
restlichen
Vitamine wasserlöslich sind. So genannte essentielle Vitamine können vom
menschlichen
Organismus
nicht hergestellt werden und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.
Eine kurze
Beschreibung der 13 Vitamine in BETA Reu-Rella:
Vitamin
A
Vitamin A
ist eine gemeinsame Bezeichnung für eine größere Gruppe an Retinoiden
(chemische Stoffe)
mit großer
Bedeutung unter anderem für das Sehvermögen, Haut, Schleimhaut, Wachstum
sowie
Fortpflanzung und das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem). Es hat
ausgeprägte antioxidative
Wirkungen.
Beta-Karotin
Beta-Karotin
ist eine Vorstufe des Vitamin A (sogenanntes Pro Vitamin). Der Körper wandelt
die jeweils
benötigte
Menge Betakarotin zu Vitamin A bedarfsgerecht um. Betakarotin kann deshalb
nicht überdosiert werden. Ein hoher Anteil an Betakarotin in der täglichen
Nahrung stellt einen ganz bedeutsamen Schutz gegen
Krebs, aber
auch andere Krankheiten dar, dies kann unter anderem auf die antioxidative
Wirkung
durch
Betakarotin zurückgeführt werden. Durch die gesteigerte Aufnahme von
Betakarotin ist auch
ein
frischer und schöner "goldbrauner" Teint erreichbar.
Vitamin B1 - (Thiamin)
Thiamin ist
ein Coenzym (Hilfsenzym) vieler Stoffwechselreaktionen, die Kohlenhydrate unter
Energieentwicklung
umsetzten. Diese energiespendende Stoffwechselreaktion ist besonders in der
Leber und
dem Nervensystem von signifikanter Bedeutung. Thiamin findet unter anderem auch
in der Substitution von Mangelerscheinungen bei erhöhtem Alkoholkonsum
erfolgreich Anwendung.
Vitamin B2 - (Riboflavin)
Riboflavin
ist wichtig für Haut und Augen. Es ist von entscheidender Bedeutung bei der
Energieproduktion
bzw. Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Fett. Die jenigen, die viel Sport
treiben
oder
erhöhtem psychischen und/oder körperlichen Stress ausgesetzt sind, verbrauchen
größere Mengen
an
Riboflavin. Frauen in der Schwangerschaft haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf
an Riboflavin.
Vitamin B3 - (Niacin)
Niacin ist
eine Bezeichnung für Nicotinsäure und Nicotinamid. Niacin ist an der
Verbrennung von
Traubenzucker
in der Körperzelle beteiligt, das heißt Niacin ist unmittelbarer Bestandteil des
Zellsystemes,
das zur
Energiegewinnung gebraucht wird. Ein Mangel an Niacin erzeugt Pellagra, das
heißt eine typische
Vitamin
B3-Mangelerkrankung mit Magen-, Darm-, Haut- und Nervensymptomen.
Vitamin B5 - (Pantothensäure)
Pantothensäure
hat eine große Bedeutung für viele Stoffwechselreaktionen, besonders in den
Nebennieren.
Es hilft Stresssituationen besser zu meistern und wirkt entzündungshemmend. Es
unterstützt
eine gesunde Herztätigkeit und ist wichtig für eine gute Konzentrationsleitung
des Gehirns.
Ein Mangel
an Pantothensäure kann sich in folgenden Symptomen äußern: frühes Ergrauen der
Haare,
kleine Hautreizungen in Mund- und Augenwinkeln, Sehbeschwerden, erhöhte
Reizbarkeit,
Darmverstopfung
und Konzentrationsschwäche.
Vitamin
B6 - (Pyridoxin)
Dieses
Vitamin umfasst drei verschiedene Stoffe, die chemisch und funktionell sehr
verwandt sind. Sie
werden
Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin genannt. Alle Formen sind wahrscheinlich
gleichwertig
biologisch
aktiv. Das Vitamin befindet sich u.a. in Enzymen, die im Eiweißstoffwechsel von
großer
Bedeutung
sind. So liefert Pyridoxin in der Leber diejenigen Enzyme, welche die
Aminosäuren weiter
verwerten.
Hier werden bei Stress die sogenannten biogenen Amine aus Eiweißbausteinen
hergestellt.
Dabei
handelt es sich um sehr aktive Eiweißstoffe, die insbesondere für den
Nervenstoffwechsel von
enormer
Bedeutung sind. Was generell für alle B-Vitamine gilt, gilt für Pyridoxin in
besonderem Maße:
Alle
B-Vitamine sollten in ihrer von der Natur gegebenen Kombination aufgenommen
werden, das heißt die
Aufnahme
isolierter B-Vitamine führt häufig zu einem Wirkungsverlust dieses Vitamins.
Vitamin
H (Biotin)
Biotin hat
mehrere Funktionen im körperlichen Stoffwechsel unter anderem für Haut, Muskeln
und Gelenke,
sowie die
Gemütsverfassung. Biotin ist für die Energieversorgung der Nerven wichtig, weil
es den
Blutzuckerspiegel
anhebt. Biotin ist das Vitamin des Muskels, weil es die Aminosäuren Valin,
Leucin
und
Isoleucin, die im Muskel in hohen Konzentrationen vorkommen, aktiviert.
Vitamin
Bc (Folsäure)
Folsäure
hat wichtige Funktionen in der Zellteilung. Die Funktion der Folsäure ist an
Vitamin B12
gekoppelt
und die Mangelsymptome ähneln einander sehr. Es ist für eine gesunde
Embryonalentwicklung
von großer Bedeutung, so dass es Schwangeren empfohlen wird. Fehlt
Folsäure,
kann es zu physischen und psychischen Störungen kommen. Es ist im Knochenmark
an der
Blutbildung
beteiligt.
Vitamin
"B10"
(Paraaminobenzoesäure)
Paraaminobenzoesäure
(PABA) ist ein wichtiger Bestandteil der Darmflora und hält sie gesund. Es ist
eine Art
Vitamin im Vitamin und tritt nahezu ausschließlich in Kombination mit Folsäure
auf. Es ist für
eine
glatte, gesunde Haut und volles farbkräftiges Haar von großer Bedeutung.
Vitamin
B12 (Cobalamin)
Vitamin B12
ist von großer Bedeutung für die Bildung der roten Blutkörperchen. Ein Mangel
an diesem
Vitamin
erzeugt unter anderem Blutarmut (perniziöse Anämie) und negative Symptome des
Nervensystems (gestörtes Gleichgewicht und Tastgefühl). Die Aufnahme ist von
einer normalen Enzymproduktion im Magen
abhängig.
Vitamin
C (Ascorbinsäure)
Vitamin C
ist ein wichtiger Bestandteil vieler Stoffwechselreaktionen in der Zelle. Es
hat eine große
Bedeutung
für die normale Gewebsregeneration und für die Immunabwehr. Das Vitamin ist ein
wichtiger
antioxidanter Stoff. Folgende Symptome können auf einen beginnenden Vitamin
C-Mangel
hindeuten:
größere Neigung zu Erkältung, vermehrte Schleimhautentzündungen, Müdigkeit,
Konzentrationsmangel,
Schlafstörung, Zahnfleischbluten und Venenschwäche.
Vitamin E (a-Tocopherol)
Vitamin E
wirkt als Antioxidans: es schützt die Zellmembran und die darin enthaltenden
Fettstoffe
gegen den
Angriff von freien Radikalen (einem sehr schädlichen Oxydationsprozess). In
größeren
Mengen
verbessert es die Zuckeraufnahme in den Zellen. Zudem schützt es Vitamin A vor
Zerstörung.
Es hat
einen günstigen Einfluss auf die Durchblutung, da es positiv auf die
Blutgerinnung wirkt und der
Verklumpung
(Thrombosebildung) im Blut vorbeugt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein
Mangel an
Vitamin E beim Mann zu ungenügender Spermienproduktion und damit zur
Unfruchtbarkeit
führen
kann.
Inositol
Inositol
ist ein potentiell lebensnotwendiger Stoff, der als Botenstoff in den Zellen
wirkt. Inositol
reguliert
das Zusammenspiel von Kupfer und Zink in unseren Gehirnzellen.
Augenbeschwerden,
Kreislaufstörungen,
Schlafstörungen und Nervenschwäche können die ersten Mangelsymptome sein.
Mineralien
In der Natur
kommen über 90 Grundstoffe vor, von denen ca. 50 in den Säugetieren selbst
nachgewiesen
werden
konnten. Für ungefähr 20 Mineralstoffe ist im menschliche Organismus die
Wirkung bekannt.
Die sieben
wichtigsten Mineralstoffe in BETA Reu-Rella.
Kalzium
Kalzium ist
unter anderem notwendig für die Bildung von Knochen und Zähnen. Die Knochen
enthalten fast das
gesamte
Kalzium des Organismus. Der kleine Rest im Blut hat jedoch auch große Bedeutung
für die
Nerven und
Muskelfunktionen, sowie die Fähigkeit zur Blutgerinnung.
Phosphor
Phosphor
ist wie Kalzium ein lebensnotwendiger Stoff und vorwiegend in den Knochen. Es
ist auch
Bestandteil
vieler Enzyme unter anderem auch als energiereiche Verbindung am Freisetzen und
Wiederaufbau
von
Zellenergie (ADP, ATP) beteiligt.
Jod
Jod ist
unter anderem als lebensnotwendiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone
bekannt.
Magnesium
Magnesium
ist an der Wirkung von rund 300 Enzymen beteiligt. Es wird in zunehmendem Maße
bei
Herzkrankheiten
eingesetzt. Es hat eine ausgesprochen große Bedeutung unter anderem für die
gesunde
Funktion
der Muskeln, Nerven, Knochen und des Bindegewebes.
Eisen
Die
wichtigste Funktion des Eisens ist der Sauerstofftransport im Blut und den
Muskeln. Da es ein Teil
des
Hämoglobins (des roten Blutfarbstoffes) ist, verlieren Frauen Eisen mit dem
Menstruationsblut und haben
unter
anderem gerade deshalb einen größeren Bedarf an Eisen als Männer.
Zink
Zink ist
ein lebensnotwendiges Mineral das in über 200 Enzymen gefunden worden ist. Zink
ist
notwendig
für die Umsetzung von Vitamin A und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es hat
große
Bedeutung
für Nägel, Haut, Schleimhaut, Bauchspeicheldrüse und viele andere Organe.
Kupfer
Kupfer hat
in den letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit erhalten. Es ist Bestandteil
des
Hämoglobins
und des körpereigenen Antioxidationssystems.
Aminosäuren
Die
einzelnen Proteine sind aus kleinen Bausteinen, den sogenannten Aminosäuren,
aufgebaut. Man geht normalerweise von 22 Aminosäuren aus, obwohl es mehr aminosäureähnliche
Strukturen gibt, die sich
jedoch
nicht in einer Proteinstruktur wiederfinden.
Acht
Aminosäuren werden als lebensnotwendig (essentiel) angesehen und zwei als
teilweise
lebensnotwendig
(semiessentiell).
Essentielle
Aminosäuren müssen mit der Nahrung zugeführt werden und können vom Körper nicht
selbst
hergestellt werden. Es gilt als sicher, dass diese Aminosäuren nur von Pflanzen
und Algen in
genügendem
Maße für den eigenen Verbrauch gebildet werden können. Tiere und der Mensch
haben
in bestem
Falle nur eine bescheidende Aminosäurenproduktion. Die nicht essentiellen
Aminosäuren
kann der
Körper selber aus stickstoffhaltigen einfachen Substanzen bilden oder aus
anderen
Aminosäuren.
Ein Protein besteht aus Aminosäuren, die wie Perlen an einer Schnur aufgereiht
und
verbunden
vorliegen. Proteine unterscheiden sich voneinander durch den Gehalt an
Aminosäuren und
ihrer
Sequenz.
Wenn dem
Körper Proteine durch die Nahrung zugeführt werden, kommt es durch enzymatische
Spaltung im
Magen-Darm-Trakt zur Aufspaltung in Aminosäuren. Nur Aminosäuren können vom
Organismus
aufgenommen werden. Anschließend werden vom Körper wieder neue Proteine mit
bedarfsgerechter
Zusammensetzung herstellt. Fehlen dem Organismus ein oder mehrere
Aminosäuren,
wird die Proteinbildung geschwächt oder kommt sogar zum Stillstand. Zu hohe
Einnahme von
Proteinen
hat jedoch auch ungünstige Folgen. Dies gilt jedoch nur für tierisches Protein
aus Fleisch
von
Säugetieren. Der Proteinaufbau ist insbesondere abhängig von Vitamin C, Thiamin
(Vitamin B1),
Niacin
(Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6), Cobalamin (Vitamin B12), Folsäure, Eisen
und
Magnesium.
Im
Folgenden werden die wichtigsten der bekannten Eigenschaften der 19 einzelnen
Aminosäuren in
BETA
Reu-Rella beschrieben.
Lysin (Lys)
ist eine
lebensnotwendige (essentielle) Aminosäure. Sie befindet sich in Gewebefasern
und in
elastischen
Fasern, sowie in Hormonen. Lysin hat Bedeutung für den Fettstoffwechsel und die
Energieproduktion
in den Energiezentren der Zellen (Mitochondrien) über das Carnitin. Die Bildung
von Lysin
ist von Vitamin C, Niacin, Pyridoxin und Eisen abhängig. Mangel an Lysin führt
zu einer
herabgesetzten
Immunabwehr, Blutarmut, schlechtem Appetit und Gewichtsverlust. Lysin hat
möglicherweise
Wirkungen gegen Herpesvirusinfektionen.
Histidin (His)
ist
teilweise lebensnotwendig (semiessentiell). Es setzt Wachstumshormone frei und
ist deshalb
notwendig
für das normale Wachstum bei Kindern und Erwachsene, sowie bei physiologischem
Stress.
Es bildet
Histamin. Es transportiert Kupfer und reguliert den Tagesrhythmus des Menschen.
Mangel
an Histidin
hat eine herabgesetzte körpereigene Abwehr zu Folge.
Arginin (Arg)
wird als
teilweise lebensnotwendig gewertet, da es für das normale Wachstum der Kinder
notwendig
ist. Ein
erhöhter Bedarf entsteht schon bei physiologischem Stress. Es setzt
Wachstumshormone frei
und
stimuliert die Mobilisation von Insulin (senkt den Blutzuckerspiegel). Das
Wachstumshormon stimuliert
unter
anderem das Immunsystem, es fördert die Wundheilung, die Leberregeneration und
schützt das
Nervensystem.
Es ist ein Teil des antidiuretischen Hormons (ADH), das die Harnausscheidung
der
Nieren
reguliert und somit auch den Blutdruck. Durch Zitrullin (siehe Ornithin)
entstehen Stickstoffoxide
(NO) in den
Lymphozyten und Makrophagen; Stickoxide (NO) sind für ihre Fähigkeit
Mikroorganismen
zu
vernichten bedeutsam. NO wird auch in der glatten Muskulatur gebildet und
bewirkt hier eine
Entspannung
mit verbesserter Durchblutung.
Asparagin (Asn)
wird u.a.
für den Transport von Ammoniak (NH3) verwendet, aus Aspartat gebildet und
erzeugt selbst
wiederum
auch Aspartat. Gesunde Zellen bilden Arginin. Krebszellen dagegen sind hierzu
nicht in der
Lage. Dies
wird für die Krebsbehandlung genutzt. Arginin findet sich in Proteinen und ist
wichtig für
eine
korrekte Identifikation der Zellen durch weiße Blutkörperchen. Die Bildung von
Asparagin ist von
Magnesium
abhängig.
Aspartat (Asp)
fungiert
als Transmitter bei aktivierenden Impulsen im Nervensystem. Asparat ist u.a. im
schmerzverarbeitenden
System im zentralen Teil des Gehirns vorhanden. Wichtig für den
Zellstoffwechsel.
Die zelluläre Konzentration steigt mit dem Alter. Aspartat wird
natürlicherweise von
Bakterien
verwendet, um ihre eigene Fähigkeit sich im Körper zu bewegen zu verbessern.
Threonin (Thr)
Threonin
ist eine lebensnotwendige (essentielle) Aminosäure. Sie erhöht die
Zuckerfreisetzung im Blut durch
das Hormon Glucagon.
Threonin ist am Aufbau der Zellwand und der Zellkanäle, wie unter Serin
beschrieben,
beteiligt. Es transportiert Kupfer in die Zelle. Threonin wird sehr langsam vom
Darm
aufgenommen,
weswegen es oft bei Magen-Darm-Beschwerden, die zu schlechter Verdauung führen,
verloren
geht. Zusammen mit Asparagin, Hydroxylysin, Hydroxyprolir und Serinist ist
Threonin wichtig für
die
Immunabwehr.
Serin (Ser)
erhöht die
Zuckerfreisetzung durch das Hormon Glucagon. Es ist in Fettstoffen der
Zellwände
vorhanden
und hat eine wesentliche Bedeutung für die Zellregulation. Man findet es in den
Zellkanälen,
die für die innere und äußere Kommunikation der Zelle große Bedeutung haben.
Serin
befindet
sich in der Zellwand und hat hier Bedeutung für die Kommunikation zwischen den
Zellen,
indem es
Kernproteine durch die Zellwand transportiert. Möglicherweise ist Serin an der
Nervenzellregeneration
beteiligt. Serin ist aktiv an der Aufspaltung von Proteinen im Magen-
Darmsystem
als Teil der Enzyme Trypsin, Chymotrypsin und Pepsin beteiligt. Gleiches gilt
für die
Aktivität
der weißen Blutkörpercher (Immunabwehr).
Glutamat / Glutaminsäure (Glu)
wirkt als
aktivierender Impulsträger im Nervensystem. Glutamat und Glutaminsäure bilden mit
Pyridoxin Gamma-Amino-Buttersäure (GABA), das ein Nervenleitungshemmer ist
(beruhigend wirkt). Mangel an Pyridoxin führt zu Mangel an GABA. Dies
beeinträchtigt die mentale Gesundheit. Glutaminsäure trägt zur
Gedächtnisbildung
bei. Sie verarbeitet Schmerzimpulse zentral im Gehirn und leitet Hörimpulse vom
inneren Ohr
zum Gehirn und nimmt auch Teil an der Bildung von Folsäure. GLU transportiert
Stickstoff und
bei
Sauerstoffmangel im Gewerbe strömt Glutaminsäure aus der Zelle heraus und wirkt
störend auf
die
Nervenzelle. Glutaminsäure wird unter anderem mit Muskelgewebe gebildet. Eine
Schwächung der Muskeln
kann eine
herabgesetzte Produktion bedeuten. Da Glutaminsäure an der chemischen Abwehr
der
Makrophagen
beteiligt ist, ist es vorstellbar, dass die Immunabwehr bei Muskelschwächung
herabgesetzt
wird. Mononatriumglutamat (auch bekannt als Geschmacksverstärker, welcher
Heißhunger verursacht) kann, wenn Glutamat nicht laufend ausgeschieden wird
Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschwäche hervorrufen.
Prolin (Pro)
ist
reichhaltig in elastischen Fasern zusammen mit Glycin und Valin enthalten.
Diese drei zusammen
geben den
Fasern eine gummiartige Struktur. Sie erhöhen die Fähigkeit der weißen
Blutkörperchen
sich zu
bewegen, das heißt Polin stärkt die Immunabwehr. Prolin ist immer ein
wesentliches Element in Gewebefasern.
Glycin (Gly)
stimuliert
die Zuckerfreisetzung durch das Hormon Glucagon und hemmt die Impulsleitung im
Nervensystem
im Rückenmark und Hirnstamm. Es befindet sich reichhaltig in Knochen, Knorpel,
Haut
und Sehnen,
und in Hämoglobin (dem roten Blutfarbstoff). Glycin reduziert Reizungen des
Magen und bildet
Kreatin.
Alanin (Ala)
stimuliert
das Hormon Glucagon und transportiert Zucker von der Leber in die Muskelzellen.
Blockierungen
dieses Transportes führen zu Müdigkeit. Alanin ist an der Fettmobilisierung
beteiligt. Es
ist
vornehmlich in elastischen Fasern vorhanden. Seine Bildung ist von Pyridoxin
abhängig.
Cystin (Csn)
wird aus
Cystein gebildet und bildet es wiederum aus sich selbst.
Cystein (Cys)
ist eine
schwefelhaltige Aminosäure und im Stoffwechsel weit verbreitet. Es wird aus
Methionin
gebildet.
Cystein ist ein Vorstadium zu Taurin und so von Bedeutung für den Umsatz von
körperfremden
Stoffen wie z.B. Umweltgiften, sowie für die Stabilisierung der Zellwand und
für die
Fähigkeit
der weißen Blutkörperchen fremde Organismen und verbrauchte Zellen zu
eliminieren.
Cystein ist
in elastischen Fasern vorhanden. Es ist an der Fettaufnahme als ein Teil der Gallensäure
beteiligt.
Ein Mangel bewirkt eine gehemmte Immunabwehr gegenüber gewebsfremden Stoffen,
allergieähnliche
chemische Sensitivität und einen erniedrigten Blutzucker, indem Cystein Insulin
abbauen
kann.
Valin (Val)
ist eine
lebensnotwendige Aminosäure. Sie bildet einen Komplex mit Glycin, Isoleucin
Leucin und Prolin.
Valin hemmt
den Muskelabbau. Valin wird in Bindegewebe und elastischem Gewebe
gefunden
und fördert die Wundheilung. Menschen mit schlechter Funktion der
Bauchspeicheldrüse
und Lebensmittelallergie
haben oft Mängel an Isoleucin, Valin und Leucin.
Methionin
ist eine
schwefelhaltige lebensnotwendige Aminosäure. Sie wird von Sauerstoff zerstört.
Methionin
kann aus
Homocystein hergestellt werden, welches es wiederum selber erzeugt mit Hilfe
von Serin,
Histidin,
Folinsäure und Vitamin 1312. Methionin ist an der Erzeugung von unzähligen
Stoffen z.B.
Cystein und
Phosphatidylcholin beteiligt. Letzterer Stoff ist von Bedeutung für die
Stabilität der
Zellwand, insbesondere
der Nervenzellwand. Der Methioninmetabolismus ist sehr häufig gestört.
Methionin
unterstützt die Fähigkeit des Körpers Umweltbelastungen zu verkraften, sowie
Serotonin,
Melantonin,
Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin zu bilden. Dadurch hat Methionin Bedeutung
für
Schlaf,
Schlafrhythmus, gute Laune, Schmerzempfindung, frische Hautfarbe, gute
Bewegungskontrolle
und Koordination, Nervenimpulsüberleitung vom autonomen Teil des
Nervensystems
(Sympathicus, Parasympathicus) und für eine stabile mentale Funktion. Methionin
stimuliert
die Bildung von ACTH, ein nebennierenstimulierendes Hormon. Die
Methioninkonzentration
in der
Spinalflüssigkeit (Rückenmarks-) bei Männern ist größer als bei Frauen und
relativ gering bei
älteren
dementen Menschen. Ein Mangel an Methionin führt zur Herabsetzung der
Immunabwehr
gegenüber
gewebsfremden Stoffen und kann Kopfschmerzen, müde Augen, Muskelschwäche und
einen
milden Schmerz, sowie eine chronische chemische Sensitivität und ein
chronisches
Müdigkeitssyndrom
erzeugen. Ein schwerer Mangel kann zu Kreislaufproblemen, Arterienverkalkung
und
Osteoporose führen.
Isoleucin
(Ile)
ist eine
lebensnotwendige Aminosäure, sie befindet sich im Hormon Oxytocin, das wiederum
eine
Rolle bei
der Ingangsetzung der Geburt (Wehen) und der Milchproduktion spielt. Die
Bildung von
Oxytocin
wird durch psychischen Stress gehemmt. Siehe auch Valin.
Leucin (Leu)
ist eine
lebensnotwendige Aminosäure. Sie stimuliert die Insulinmobilisation (senkt den
Blutzucker).
Sie fördert
die Wundheilung. Siehe auch Valin.
Tyrosin (Tyr)
wird aus
Phenylalanin in der Leber gebildet. Tyrosin kann den Bedarf an Phenylalanin bis
70%
ersetzen.
Tyrosin ist ein Vorstadium für Dopa, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Tyroxin
(Hormom
des
Schilddrüsenstoffwechsels), sowie des Nervenzellwachstumsfaktors und ist von
Bedeutung für die
Pigmentierung
der Haut. Tyrosin ist in den Zellkanälen und Teil des Laminins. Laminin ist ein
Protein,
das die
Innerseite der Nervenstützzellen trägt. Bei Nervenbeschädigung ist Laminin der
Wegweiser für
die
Nervenzelle in der leeren Nervenscheide. Laminin hemmt experimentell die
Metastasenbildung von
Tumoren,
indem es die Zellverbindung stabilisiert. Tyrosin ist in freier Form potentiell
giftig für die
Nervenzelle.
Ein Mangel an Tyrosin kann zu Apathie, Gleichgültigkeit, Depression, niedrigem
Blutdruck,
Müdigkeit, Gewichtsabnahme und erniedrigter Körpertemperatur als Zeichen
herabgesetzen
Schilddrüsenfunktion führen. Außerdem kann es Unruhe in den Beinen bewirken. Der
Umsatz und
die Bildung von Tyrosin ist abhängig u.a. von Phenylalanin, der Proteinzufuhr,
Eisen,
Magnesium,
Insulin, Niacin, Folsäure und Vitamin C.
Phenylalanin (Phe)
ist eine
lebensnotwendige Aminosäure. Da Phenylalanin Tyrosin bildet gilt das für
Tyrosin genannte
auch hier.
Ein Mangel an Phenylalanin in der Erbmasse führt zu zystischer Fibrose mit
Versagen der
Bauchspeicheldrüse.
Ornitin (Orn)
und
Zitrullin sind "flüchtige" Aminosäuren. Das heißt, dass sie nicht in
den Proteinen vorkommen,
sondern nur
als Zwischenprodukte in der Umsetzung von anderen Aminosäuren auftreten.
Tryptophan (Trp)
Tryptophan
ist eine lebensnotwendige Aminosäure. Sie wird in der Behandlung von
Schlafstörungen
verwendet
und hat bei bestimmten Schmerzsyndromen eine positive Wirkung. Pyrodoxin und
Vitamin
C sind
wichtige Stoffe zur Verarbeitung von Tryptophan. Ein Mangel an Tryptophan führt
unter
anderem zur
Schwächung des Immunsystems, Schlafstörungen und Schmerzen.